Stress verursacht Magen- und Darmprobleme

Der Magen, so sagt man, ist das zweites Gehirn. Dies bestätigten amerikanische Neurowissenschaftler. Im Darm sind mehr Neuronen vorhanden, wie im Rückenmark. Diese Neuronen umspannen den Darm wie ein Netz, welches aus den gleichen Zelltypen, Wirkstoffen und Rezeptoren besteht, wie die des Kopfhirns. Dieses Darmgehirn steuert auch benachbarte Organe, wie den Magen. Es wurde festgestellt, dass je tiefer sich die Prozesse im Gastrointestinaltrakt abspielen, desto weniger Einfluss hat das Gehirn. Jeder kennt das Bauchgefühl und die Intuition. Diese Eingebungen und Gedanken haben ihre Quelle also nicht im Magen, sondern sind am Darm angesiedelt.

Viele Menschen kennen auch das unangenehme Magendrücken in Stresssituationen, das Gefühl des drängenden Stuhlgangs oder der Verstopfung. Stress beladene Themen wirken sich über die Neuronen derart auf die Verdauung aus, dass diese nachhaltig negativ beeinflusst wird.

Bei Stress wird eine das Hormon Cortisol ausgeschüttet, das natürlich auf die Neuronen im Körper wirkt. Die Atmung beschleunigt sich, die Herzfrequenz steigt und Schweißausbrüche können auftreten. Es handelt sich hierbei um die typischen Symptome einer Angst.

Auch negative Affirmationen, wie »es schlägt mir auf den Magen«, beeinflussen die Tätigkeit der Neuronen ebenfalls, wenn auch nur indirekt. Überzeugungen und Glaubenssätze wirken daher nicht nur theoretisch auf den Verdauungstrakt, sondern beeinflussen diesen aktiv.

Diese psychosomatischen Zusammenhänge hatte Franz Alexander bereits Mitte des letzten Jahrhunderts erkannt. Er erstellte den Katalog der »Heiligen Sieben« (Holy Seven).

Mit Meditation, autogenem Training und Hypnosetherapie kann man lernen diese unangenehmen Gedanken und schuldbeladenen Situationen gezielt los zulassen oder emotional anders zu bewerten.

Textname: Stress bedingte Magen- und Darmprobleme.