Erlernte Hilfslosigkeit überwinden

Erlernte Hilflosigkeit

Als erlernte Hilflosigkeit bezeichnet man ein psychologisches Konzept zur Erklärung von Depressionen. Dabei werden Verhaltensweisen von den Betroffenen nicht abgestellt oder geändert, obwohl bekannt ist, dass bestimmte und bekannte Verhaltensweisen unangenehm empfundene Ergebnisse, nicht verhindern.

Bei der erlernten Hilflosigkeit werden von den Betroffenen Handlung und Ergebnis als nicht kausal bewertet. Das Ergebnis ist für diese Menschen nicht das Resultat der eigenen Handlungen, sondern sie sehen sich selbst als Ursache des Problems.

Dieser Annahme wird auch im umgekehrten Falle aufrechterhalten. Erkennt jemand, dass eine bestimmte Verhaltensweise in einer Situation eine Stressreduzierung zur Folge hat, so wird dies nur selten geglaubt, wenn überhaupt wahrgenommen, von glauben und lernen ganz zu schweigen.

Die Betroffenen glauben hilflos zu sein und lassen alles über sich ergehen, werden apathisch und depressiv. Glaubenssätze wie „da kann ich sowieso nichts machen“, „das ist alles sinnlos“ werden in das eigene Leben integriert.

Durch das Nichtstun und dem Irrglauben, die eigene Lebenssituation sei nicht veränderbar, werden die Probleme natürlich nicht geringer, sondern immer größer (Schulden, Zahlung von Miete oder Strom, keine Bereitschaft etwas zu lernen, kein Interesse mehr an neuer Arbeit). Diese Anhäufung von Problemen bestätigt die Betroffenen in ihrer Betrachtungsweise, dass der Berg an Problemen bereits zu groß sei, um ihn abarbeiten zu können.

Wie kann man erlernte Hilflosigkeit begegnen?

Durch Prävention mittels behavioraler Immunisierung kann erlernte Hilflosigkeit vermieden werden. Dies bedeutet, dass Betroffene, falls nötig unter Anleitung, lernen und sich bewusst machen, dass nur das selbstverantwortliche Handeln ursächlich für eine Veränderung der eigenen Lebensumstände ist.

Kriterien / Symptome einer Depression

Wie schon geschrieben, handelt es sich bei der erlernte Hilflosigkeit um ein Konzept zur Erklärung von Depressionen.
Um die Kriterien einer Depressionen zu erfüllen, muss eine Anzahl der s.g. Haupt- und Zusatzsymptome mindestens zwei Wochen erfüllt sein. Diese sind:

Hauptsymptome

  • depressive Stimmung
  • Interessen- oder Freudeverlust an Aktivitäten
  • verminderter Antrieb oder gesteigerte Ermüdbarkeit

Zusatzsymptome

  • Reduziertes des Selbstvertrauens / Selbstwertgefühls
  • Schuldgefühle
  • Gedanken an den Tod oder an Suizid
  • Konzentrationsprobleme
  • Schlafstörungen, Einschlaf- oder  Durchschlafstörungen
  • Appetitverlust
  • erhöhter Appetit mit Gewichtsveränderung
  • sozialer Rückzug

Zusammenfassung

  • Leichte depressive Episode: 2 Hauptsymptome und 2 Zusatzsymptome treten mind. 2 Wochen auf
  • Mittelschwere depressive Episode: 2 Hauptsymptome und 3-4 Zusatzsymptome treten mind. 2 Wochen auf
  • Schwere depressive Episode: 3 Hauptsymptome und mind. 4 Zusatzsymptome treten mind. 2 Wochen auf

Erlernte Hilflosigkeit und Hypnose

Menschen, die an der erlernten Hilflosigkeit leiden, sehen oft keinen Sinn mehr im ihrem Handeln. Sie können keinen klaren oder positiven Gedanken mehr fassen. Innere Ressourcen stehen ihnen nicht zur Verfügung, Ziele gibt es ebenfalls keine mehr.

Mit Hypnose kann man die erlernte Hilflosigkeit behandeln und Betroffene unterstützen aus dem Teufelskreis von negativen Erfahrungen, negativen Glaubenssätzen und Apathie zu entrinnen und Ziele zu definieren. Ressourcen können wieder gestärkt und eine positivere Einstellung zum Leben erreicht werden.

Textname: Erlernte Hilflosigkeit und Depression – Hypnose München
Bildnachweis: Andreas Hermsdorf  / pixelio.de

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