Studie „Zucker macht dumm“

In einer vom „Journal of Physiology“ veröffentlichten Studie, beschreiben amerikanische Wissenschaftler der Universität von Kalifornien, dass Zucker dumm macht. Zucker hat zwar viel Energie und ist daher für die Gehirnaktivität wichtig, zuviel Zucker ist jedoch schädlich. So werden Proteine bei zu hoher Zuckerkonzentration gebildet, die sich im Körper absetzen.

Zwei Gruppen von Ratten bekamen sechs Wochen lang Zuckerlösung statt Wasser zum Trinken. Die eine Gruppe erhielt zusätzlich Omega-3-Fettsäuren. Vor dem Beginn der Fütterung mit Zucker mussten alle Ratten einen Weg durch ein kompliziertes Labyrinth finden, wurden also trainiert.

Nach der Fütterungsphase wurden alle Ratten wieder in das Labyrinth geschickt. Die Ratten, die nur Zuckerlösung erhielten, benötigten länger die vorher trainierte Strecke im Labyrinth zu finden. Die Gruppe, die zusätzlich noch Omega-3-Fettsäuren erhielt, konnten sich nach den sechs Wochen problemlos an die Strecke im Parcour erinnern, so der Leiter der Studie Fernando Gomez-Pinilla (Professor der Biologie).

Zucker macht Menschen dumm

Ob man dieses Ergebnis auch auf Menschen übertragen kann ist denkbar. Die Studie zeigt, dass eine zu hohe und permanent anhaltende Konzentration an Fructose die Leistungsfähigkeit des Gehirns reduziert. Die Merkfähigkeit und die Konzentrationsfähigkeit verringern sich, wenn über einen langen Zeitraum zuviel Zucker konsumiert wird. Der Professor der Biologie rät daher Lernenden, besonders vor Prüfungen, auf zuckerhaltige Produkte und Getränke zu verzichten.

Omega-3-Fettsäuren steigern die Leistungsfähigkeit

Der Versuch zeigt jedoch auch, dass Omega-3-Fettsäuren die Leistungsfähigkeit heben kann. Omega-3-Fettsäuren sind besonders in Fisch und Walnüssen enthalten.

Tagesdosis an Zucker

Nach Angaben der Verbraucherzentrale Hamburg, vom 08.06.2007, sollte man die Tagesdosis von 50g freien Zucker nicht überschreiten. Wichtig ist zu wissen, dass Zucker in sehr vielen Lebensmitteln zu finden ist. Nicht nur in Gummibärchen oder in Fruchtgetränken ist der weiße Stoff enthalten, sondern auch in Ketchup (bis 21%), Honig und Softdrinks.
Tomatenketchup von Heinz

 

Zuckerbombe Heinz Ketchup. Dieser Ketchup hat 25,5 Gramm Zucker auf 100 Gramm (Quelle Test.de)

 

Macht Zucker süchtig

Bevor diese Frage beantwortet werden kann, ist es wichtig zu wissen, wie eine Sucht definiert wird. Es gibt fünf Kriterien für eine Sucht, von denen drei Kriterien erfüllt sein müssen, dass man von einer Sucht sprechen kann.

  1. Starkes, oft unüberwindbares Verlangen, die Substanz einzunehmen
  2. Schwierigkeiten, die Einnahme zu kontrollieren (was den Beginn, die Beendigung und die Menge des Konsums betrifft)
  3. körperliche Entzugssymptome
  4. Benötigen immer größerer Mengen, damit die gewünschte Wirkung eintritt
  5. Fortschreitende Vernachlässigung anderer Verpflichtungen, Aktivitäten, Vergnügen oder Interessen (das Verlangen nach der Droge wird zum Lebensmittelpunkt)
  6. Fortdauernder Gebrauch der Substanz(en) wider besseres Wissen und trotz eintretender schädlicher Folgen

Wie beim Rauchen, wird beim Konsum von Zucker, das Hormon Dopamin ausgeschüttet. Der Mensch fühlt sich, dank des Glückshormons, wohl, auch wenn dieses behagliche Gefühl nur kurzfristig ist. Die Folge ist dennoch, dass der Wunsch diese Substanz wieder einnehmen zu wollen, immer größer wird (Kriterium 1). Ein unkontrolliertes Essverhalten während Heißhungerattacken (Kriterium 2) kommt vor, als auch das Gefühl unbedingt Zucker verzehren zu müssen (Kriterium 3) kommt auf. Auch das vierte Kriterium ist erfüllt, denn es muss eine immer größere Menge an Zucker konsumiert werden, um den gleichen Kick zu erreichen (Toleranzentwicklung), obwohl der Konsument weiß, dass der fortdauernde Verzehr von Zucker gesundheitliche Schäden verursachen kann (Kriterium 6).

Kurzum: Zucker kann nicht süchtig machen – Zucker macht dumm und süchtig

Aspartam ist keine Alternative

 

Textname: Zucker macht dumm

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