Hypnose im Schlaf

Hypnose im Schlaf

Das Hypnotisieren einer schlafenden Person sollte man tunlichst nicht mit dem s.g. Pre-Talk, dem Vorgespräch, beginnen. Für Hypnose ist definitiv Rapport notwendig, der in der Regel durch das Wecken eher vermieden, als aufgebaut wird.

Natürlich gelten auch beim Hypnotisieren einer schlafenden Person die gleichen ethischen und rechtlichen Vorgaben, wie beim Hypnotisieren eines wachen Menschen.

Das Wichtigste ist zunächst Rapport aufzubauen. Da dieser nicht im Gespräch erzeugt werden kann, geht der Hypnotiseur in das Zimmer der Person und beobachtet deren Atmung. Dann passt der Hypnotiseur seine Atmung an. Es wird also dann ein- bzw. ausgeatmet, wenn dies die Person auch tut. Binnen weniger Minuten erzeugt dies einen Rapport auf der unbewussten Ebene.

Verlangsamt nun der Hypnotiseur langsam seine Atemfrequenz, so passt der Hypnotisant seine Atmung an. Dieser Schritt muss langsam durchgeführt werden.

Sind die Atemzüge ruhig und synchronisiert, berührt der Hypnotiseur sanft einen Finger des Hypnotisanten und zwar im Rhythmus der Atmung. Es ist dabei zu beachten, dass die Bewegungen nicht ruckartig sondern ruhig durchgeführt werden.

Nach ein paar Minuten spricht dann der Hypnotiseur zu dem Hypnotisanten: „Ich bin es Deine Mutter, Dein Vater (je nachdem in welcher Beziehung man zum Hypnotisanten steht). Du kannst mich hören aber Du wachst nicht auf, schläfst einfach weiter. Du kannst mich hören, schläfst tief und fest und fühlst Dich vollkommen wohl„. Diesen Satz kann man einige Male wiederholen. Es kann gut sein, dass der Hypnotisant sich bewegt, also körperlich reagiert. In der Regel schläft er jedoch weiter.

Nach dieser „Einleitung“ können mit dem Hypnotisanten ideomotorische Zeichen für eine Kommunkiation vereinbart werden, sofern dies die Wirkhypnose benötigt.
Wenn Dein Unterbewusstsein mir zu nun zuhört, wenn es bereit ist mir zuzuhören, dann zeige mir dies mit einer Bewegung Deines Zeigefingers Deiner rechten / linken Hand an. Du kannst mich deutlich hören, bleibst jedoch in diesem tiefen angenehmen Schlaf.“ Der Hypnotiseur wiederholt auch diesen Vorgang mehrere Male. Es kann mehrere Nächte dauern, bis der Hypnotisant vom Schlaf in einen Trancezustand geht. Also nicht aufgeben!

Wenn der Hypntiseur eine Reaktion des Hypnotisanten feststellen kann, die einer Antwort entspricht (z.B. eine Bewegung des Fingers), kann mit der Suggestion fortgefahren werden, die man aus der Hypnose Praxis kennt:
Du kannst klar und deutlich sprechen, beliebst jedoch in diesem Zustand der Entspannung, wirst nicht wach. Dein Unterbewusstsein kennt das Problem und weiß was Dein Problem ist und es kennt auch die Lösung.“

Alternativ kann man auch eine Suggestion mit einer gewollten Veränderung geben. Wie schon zu Beginn geschrieben, ist es wichtig, dass diese Veränderung zum Wohle des Hypnotisanten sein muss und nicht gegen rechtliche oder ethische Grundwerte verstößt. Auch wären vermutlich destruktive Suggestionen unwirksam.

Nach der Wirkhypnose sollte der Hypnotisant natürlich wieder in einen friedlichen und regenerativen Schlaf hineingeführt werden. Mit wunderschönen Träumen, an die sich der Hypnotisant mit Freude erinnert.

Man liest, dass Milton Erickson dieses Verfahren nutze, um seinen Sohn, der an einem Unfall beteiligt war, zu helfen, die traumatischen Erlebnisse neu zu bewerten und dadurch die, mit dem Unfall verbundenen Panikattacken und Alpträume, zu behandeln.

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Textname: Schlafende Person hypnotisieren

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