Klinische Hypnose

Unter klinischer Hypnose versteht man die Form von Hypnotherapie, die zu therapeutischen Zwecken von Ärzten, Psychiatern, Psychologen oder Heilpraktikern angewandt wird.
Sie darf deshalb nur von Menschen durchgeführt werden, die über eine Heilerlaubnis verfügen, also staatlich geprüft sind.

Ein Hypnotiseur ohne diese Heilerlaubnis darf keine klinische Hypnose anbieten oder gar anwenden. Daher ist bei der Wahl der Hypnose Praxis immer darauf zu achten, welche Qualifikation ein Anbieter hat. Wirbt ein Unternehmen mit Zertifikaten wie („Diplom Hypnotherapeut“, „geprüfter Hypnotiseur“, etc.) ist unbedingt Vorsicht geboten.

Bei einer klinischen Hypnose ist Wert darauf zu legen, dass der Anbieter Arzt, Psychologe, Psychiater oder Heilpraktiker ist.

Klinische Hypnose nach Milton Erickson

Im Internet kursieren auch immer wieder Definitionen, dass Hypnose nach Milton Erickson als klinische Hypnose bezeichnet wird. Dies ist falsch. Nicht die Art der Suggestionen, also indirekt oder direkte bzw. nichtautoritär bzw. autoritär, ist das Kriterium, sondern zu welchem Zweck die Suggestionen eingesetzt werden. Ist das Ziel einer Hypnose eine Entspannung zu erreichen, so ist dies keine klinische Hypnose. Eine klinische Hypnose beginnt dann, wenn eine im ICD-10 definierte Krankheit behandelt wird. Diese sind z.B. Ängste, Phobien, Depressionen, psychosomatische Krankheiten usw.

Wer war Milton Erickson?

Milton Erickson (1901-1980) war amerikanischer Psychiater und „Erfinder“ der modernen Hypnotherapie. Er ist der Vater der indirekten und damit antiautoritären Hypnose. Diese Methode wird von der MEG, der Milton Erickson Gesellschaft gelehrt.

Textname: Klinische Hypnose – Milton Erickson

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