Mit 40 eine neue Karriere aufbauen

Unser Lebensrhythmus läuft in Siebenjahresperioden ab, zwar nicht auf die Minute genau, aber ungefähr. Im Nachfolgenden möchte ich Ihnen diese Schritte aufzeigen. Dieser Beitrag gilt nicht für alle Menschen und hat auch keine wissenschaftliche Grundlage, aber vielleicht erkennen Sie sich ein wenig wieder.

0 bis 7 / 8 Jahre

Im Alter bis 8 Jahren besitzen wir nicht die Fähigkeit des eigenen Denkens. Babys glauben all dass, was man ihnen erzählt – ungefiltert. Das kritische Denken ist noch nicht vorhanden bzw. wird in dieser Phase gebildet.

7 – 14 Jahre

Von 7 – 14 Jahren entwickeln wir uns vom Kind zum Teenager. Das Gehirn wird in der Zeit der Pubertät komplett neu aufgebaut, neue Verknüpfungen werden erstellt. Man rebelliert, ist gegen alles und jeden. Eine gewisse Desorientierung hält Einzug in den Alltag. Der Körper der Kinder verändert sich, das andere Geschlecht beginnt am Ende dieses Zeitraums interessant zu werden.

14 / 15 – 22 Jahre

Im Alter von 15 – 22 werden die Teenager erwachsener, die Schule wird abgeschlossen und die berufliche Orientierung beginnt. Eine soziale Einstellung steht oftmals im Vordergrund, das Streben nach Geld und Luxus, das konservative Bürgertum, die Spießer, zu denen auch die Eltern gehören, sind abzulehnen und die Grünen werden gewählt. Im Gegensatz zu den früheren Generationen ist die Adoleszenzphase noch nicht abgeschlossen.

22 – 29 Jahre

In der Spanne zwischen 22 – 29 steht man mitten in seiner Berufsausbildung, des Studiums und hat sie zum Ende dieser Phase beendet. Man erkennt, dass Geld zu haben doch ganz praktisch ist und  man beschäftigt sich mit der Planung der eigenen Zukunft. Der Partner ist gefunden und man beginnt sich mit den Themen, Familie und dem eigenen Heim zu beschäftigen. Plötzlich werden andere Themen interessant und das unbedarfte Leben ist zu Ende. Soziale Ungerechtigkeiten werden wahrgenommen und zu deren Abschaffung, die SPD gewählt.

um die 36 Jahre

In der Zeit bis zum 36 Lebensjahr stehen die neuen Erwachsenen voll im Saft, gehen der Karriere nach, können ein hübsches Haus oder eine hübsche Wohnung ihr Eigenen nennen, haben den Lebenspartner gefunden und vielleicht schon eine Familie gegründet, sofern dies die Karriere überhaupt zu lässt. Der früher so gehasste Spießer erwacht in einem und auch politisch ändert sich die Einstellung. Das Kreuz wird nicht mehr bei den Roten, sondern bei den Schwarzen oder bei den Blauen gemacht. Der finanzielle und gesellschaftliche Sicherheitsaspekt hält Einzug. Ängste Erarbeitetes zu verlieren werden Teil des Lebens.

40 + Generation

Um die 40 Jahre beginnt bei vielen Menschen jedoch ein Umdenken. Aus den Kindern von früher sind Eltern geworden, die mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben, wie damals der Vater und die Mutter. Obwohl man sich geschworen hat, die eigenen Kinder ganz, ganz anders zu erziehen, als man selbst erzogen wurde, gelingt dies selten. Es werden die gleichen Werte vermittelt, die früher auch vermittelt wurden, ähnliche Strafen werden bei Fehlverhalten verhängt – Vieles, was man früher gehasst hat, wird bei den eigenen Kindern unbewusst wiederholt.
Dies liegt in der Natur der Sache: Wir können uns nur so verhalten, wie wir es gelernt haben, wie wir geprägt wurden. Die wenigsten Menschen schaffen hier den Absprung.
Manchmal sind die Kinder schon ausgezogen, leben ihr eigenes Leben, oder finden es bequem im „Hotel Mama“ weiter versorgt zu werden oder finanzielle Gegebenheiten erlauben es noch nicht ganz auf eigenen Beinen zu stehen und auszuziehen.

Ist da sonst gar nichts mehr?

Man hat um die 40 alles erreicht, was man erreichen wollte. Ist finanziell soweit abgesichert, im Job geht es auch nicht mehr so richtig voran. Junge dynamische und weltfremde Studienabgänger bringen ihre revolutionären Ideen in den Betrieb ein. Es sind Ideen die fernab von jeder Realität sind, aber den eigenen Arbeitsplatz gefährden können. Es wird schwerer ab 40 mit den Jungen mitzuhalten, schwerer sich auf neue Situationen, Märkte und Vertriebswege einzulassen oder neue Technologien zu begreifen.
Man stellt sich dann die Frage, die Spock (Leonard Nimoy) Captain Kirk (William Shatner ) im Kinofilm „Star Trek – Der Film“ stellte: „Ist das alles was ich bin? Ist da sonst gar nichts mehr?
Doch, da ist noch was, da ist noch viel zu erobern. Es gibt Dinge zu tun, die man sich vorher nicht leisten konnte oder nicht leisten durfte. Man erkennt, dass das Leben endlich ist, nichts hat mehr mit der Spaß und Spielgesellschaft vergangener Jahre zu tun hat. Man registriert, dass man nicht sein eigenes Leben gelebt hat, sondern das seines Arbeitgebers, dass der Firma, für die man viele Abende und Wochenenden geopfert hat, um Karriere zu machen. Dabei hat man übersehen, etwas für sich zu tun. Man war ein Teil der Sklaverei der modernen Zeit und niemand, wirklich niemand hat sich dafür angemessen bedankt. – Sie erkennen sich selbst?

Bilanzsuizid

Mehr und mehr reift der Gedanke etwas für sich tun zu wollen und Werthaltiges in die Gesellschaft einzubringen. Es wird Zeit für eine Veränderung. Manche haben den Mut und erlauben es sich etwas zu verändern, andere können dies nicht oder sind finanziell nicht in der Lage. Nutzen Sie noch die Gelegenheiten, die Ihnen das Leben bietet bzw. die Sie selbst herbeiführen können und legen Sie sie nicht im Order der „Verpassten Möglichkeiten“ ab, der schon viel zu dick geworden ist. Wussten Sie, dass der Bilanzsuizid einer der am häufigsten durchgeführten Suizide ist? Er wird unter rationalen Abwägungen von Lebensumständen begangen (Wikipedia). Es wird Bilanz gezogen, das gelebte Leben mit dem verglichen, welches man Leben wollte. Oftmals sind diese beiden nicht wirklich deckungsgleich.

Fragen über Fragen

Man beginnt die Gesellschaft, das eigene Wertesystem, die Partnerschaft, ja sich selbst zu hinterfragen

  • Wer bin ich?
  • Was habe ich wirklich erreicht?
  • Will ich bis zur Rente weiter der Arbeit nachgehen, die ich mache?
  • Will ich bis zum Ende meines Lebens mit dem aktuellen Partner zusammenbleiben?
  • Was gibt mir das Leben?
  • Welchen Sinn hat mein Leben?

Es beginnt der Prozess der Selbstanalyse.

Tipp:

  • Leben Sie Ihr Leben!
  • Gehen Sie einer (neuen) Tätigkeit nach, die sie befriedigt! – Starten Sie eine neue Karriere, vielleicht haupt- oder nebenberuflich. Sie haben vielleicht sich vielleicht ein Netzwerk aufgebaut, welches Sie unterstützen kann.
  • Gehen Sie einem Hobby nach, welches Sie schon immer interessiert hat oder machen Sie es zu Ihrem (neuen) Beruf!
  • Schreiben Sie ein Buch über ein Thema, in dem Sie sich auskennen – werden Sie Autor!
  • Bereisen Sie Länder, die Sie gerne bereisen möchten!
  • Besuchen Sie, wenn Sie nicht wissen, was Sie tun sollen, ein Persönlichkeitsseminar oder buchen Sie einen Coach, der Sie unterstützt.

Gerne unterstützen wir Sie im Rahmen eines Personalcoachings, Ihnen Ihre Ziele und Wünsche zu formulieren und zu definieren.