Wenn wir wie getrieben sind

Menschen verhalten sich in bestimmten Situationen wie von innen getrieben, machmal wird das Verhalten als sinnvoll, manchmal auch als störend empfunden. Doch woher kommt dieser innere Antreiber?

Prägung in der Kindheit

In unserer Kindheit wurden wir durch das Verhalten von Bezugspersonen, meist die Eltern oder Großeltern, geprägt. In dieser Phase unseres Lebens, meist im Alter bis zu 10 Jahren, aber auch noch darüber hinaus, wurden uns Werte und Verhaltensweisen vermittelt, die im weiteren Leben natürlich Einfluss nehmen.

Wir verhalten uns so, wie wir es gelernt haben, nutzen Redensarten, die auch schon die Eltern gebraucht haben. Manchmal passiert es, dass wir Erziehungsmaßnahmen, die wir gehasst haben, unseren eigenen Kindern angedeihen lassen. Schauen wir dann in Spiegel erkennen wir nicht uns, sondern eines der eigenen Elternteile.

Wenn der innere Antreiber aktiv wird

Manchmal „spricht“ der innere Antreiber mit uns, der wie eine eigenständige Institution im Inneren aktiv ist. Er kann weder beeinflusst noch abgeschaltet werden und geht unterschiedlich stark ausgeprägten Zielen nach. Manche stehen im Vordergrund, während andere weniger zum Vorschein kommen.

  • Du musst stark sein
  • Du musst perfekt sein
  • Du musst pünktlich sein
  • Du musst es jedem recht machen – sei „Everybody’s Darling“
  • Du darfst nicht weinen

Biographie ist alles

Der Antreiber, wie auch Entscheidungen, die wir basierend auf unserer Prägung fällen, sind das Ergebnis der Summe unserer Erfahrungen, unserer Biographie. Glaubenssätze werden erzeugt, manifestieren sich im Laufe des Lebens und bestimmen es, ob wir wollen oder nicht. Die Denkstruktur, die bei vielen Menschen ziemlich statisch ist, lässt oftmals ein Blick über den Tellerrand überhaupt nicht zu, denn alles was nicht sein kann, darf nicht sein, auch wenn es sein könnte.

Den Antreiber austricksen

Versuchen Sie einmal den Antreiber ein wenig auszutricksen. Statt „Du musst pünktlich sein“ sagen Sie „Ich kann mir Zeit nehmen“ usw. Geben Sie sich die Erlaubnis einmal anders als der Antreiber zu denken. Sprechen Sie die Erlaubnis laut aus und fühlen Sie wie, welche Emotion in Ihnen aufkommt.
Es kann sein, dass Sie sich unwohl oder auch wohl fühlen. Fühlt es sich unwohl an „sich Zeit nehmen zu dürfen“, so hat das vielleicht mit dem Betreten eines unbekannten Terrains zu tun, welches Ihnen bisher verborgen bliebt. Doch nur weil etwas neu ist, heißt es nicht, dass es wirklich schlecht sein muss. Es ist eben ungewohnt. Und Veränderungen können schmerzhaft sein – müssen sie aber nicht.

Einzelcoaching kann helfen

Empfinden Sie Ihren inneren Antreiber auch als störend, setzten Sie sich jetzt mit mir in Verbindung. In Einzelcoachings besteht die Möglichkeit die Herkunft und die Intensität der Glaubenssätze zu verändern oder sie sogar aufzulösen.

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