Klatsch und Tratsch schenken wir zu viel Glauben

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  • Gerüchte und Lügen

Von Gerüchten, Lügen, Verunglimpfungen

Gerüchte werden von Neidern erfunden, von Dummen verbreitet und von Idioten geglaubt.“ Oder, wie der Organisationstheoretiker Cyrill N. Parkinson es formulierte: „Wo immer in der Kommunikation ein Vakuum entsteht, werden Gift, Müll und Unrat hineingeworfen„.

Gerüchte, Flunkern und Lügen können der Karriere und im Privatleben förderlich sein, der „Schuss“ kann jedoch auch nach hinten losgehen, den Arbeitsplatz kosten, besonders dann, wenn zu dick aufgetragen wird oder Angaben leicht überprüfbar sind.

Gerüchte werden Glauben geschenkt, auch wenn es offensichtlich ist, dass sie mit der Wahrheit, was immer das sein mag, nicht übereinstimmen.

Gerüchte wirken

Probanden wurde zu einem Experiment eingeladen und lernten sich bei mehreren Treffen ohne Vorgaben kennen. Sie tauschten sich aus, konnten sich ein Bild voneinander machen. Gleich darauf wurden sie mit negativen Gerüchten über einige der Teilnehmer konfrontiert, die wider der eigenen Erfahrungen waren. Es wurde den Gerüchten viel Wertigkeit geschenkt, die Betroffen plötzlich anders bewertet und sogar gemieden.

Gerede und Gerüchte haben eine unglaubliche Macht. Und je weiter sie verbreitet werden, desto mehr werden sie aufgebauscht, der Wahrheitsgehalt sinkt mehr und mehr. Wir kennen dies aus dem Spiel „Stille Post“, welches bei Kindern sehr beliebt ist.

Gerüchte in der Finanzwelt

In der Finanzwelt können Gerüchte über ein Unternehmen, Bilanzen und Produktentwicklungen den Kurs an der Börse steigen oder auch fallen lassen. In der Arbeitswelt hilft Tratsch Aggressionen abzubauen, kann zum beschleunigten Aufstieg im Unternehmen führen, kann aber auch den Ruf eines Mitarbeiters zerstören.

Werden Unwahrheiten über einen Konkurrenten verbreitet, kann dies enorme wirtschaftlichen Schäden und den Verlust der Reputation nach sich ziehen.

Gerüchte und Lügen können Kriege verursachen

Es spielt auch keine Rolle, ob die Quelle es Gerüchtes seriös ist oder nicht. Je mehr Menschen einem Gerücht folgen, und je mehr es verbreiten, desto mehr Leute glauben, dass die Legende stimmt.

Selbst Herr Kleber vom ZDF gab zu, dass nicht alle Beiträge, die im Heute-Journal gesendet werden, wirklich überprüft wurden. Es handelt sich dabei vielfach um Geschichten aus dem Bereich der Märchen und Legenden.

Der Krieg gegen Sadam Hussein wurde mit dem Vorhandensein von Massenvernichtungswaffen gerechtfertigt. Es wurden jedoch keine gefunden (https://www.youtube.com/watch?v=ni3yIi2TSCo). Diesem Gerücht, von hohen Funktionären der amerikanischen Administration gestreut, folgten viele Menschen. Es wurde verbreitet, um den wahren Kriegsgrund zu vertuschen. Hussein plante sich vom Pedro-Dollar zu verabschieden und Ölgeschäfte zukünftig in Euro abzuwicklen. Dies ist übrigens auch der Grund, weshalb Libyen und Syrien destabilisiert und dann zerstört wurden.

Nur weil etwas immer wieder erzählt wird, wird es nicht richtiger. Lesen Sie hierzu auch den Beitrag über das Konformitätsexperiment.

Gerüchte als Werbemittel

Nachrichten per Abo oder Newsletter zu vertreiben ist schön und gut, aber weniger effizient, als Gerüchte zu verbreiten. Das Verbreiten ist schneller und billiger, jedoch kann sie nachträglich nicht wieder angehalten werden.

Negative Gerüchte – positive Gerüchte

Eine positive Aussage, ein Erfahrungsbericht, wird im Schnitt dreimal weitererzählt. Ist die Aussage jedoch negativ, verbreitet sie sich hingegen 33 mal!

Sie sind immun gegen Gerüchte?

Angenommen, Sie leben in einer Partnerschaft und ein von Ihnen hoch angesehener Freund berichtet, dass Ihr Partner oder Partnerin ein Verhältnis mit einem Kollegen oder einer Kollegin hat. Wie reagieren Sie? Selbst wenn Sie Ihren Lebensgefährten bzw. Lebensgefährtin zur Rede stellen und er oder sie felsenfest beteuert, es handele sich dabei um ein Gerücht, bleiben immer Zweifel am Wahrheitsgehalt der Beteuerung übrig.

Eine Bitte

Wenn Ihnen der Beitrag gefallen hat, teilen Sie ihn doch bitte bei Facebook, Google+ und Twitter. Teilen Sie ihn auch, wenn er Ihnen nicht gefiel – Sie wissen ja, dann verbreitet wer sich schneller.

In diesem Sinne, einen schönen Tag.

Bildnachweis: Lorenzo González @ freeimages.com

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2016-11-23T09:25:33+00:00 Von |Kategorien: Allgemein, Coaching, Psychologie|0 Kommentare

Über den Autor:

Ulrich Eckardt
Staatlich geprüfter Heilpraktiker (Psychotherapie) Mentaltrainier, Autor, Coach,NLP-Master (DVNLP)

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