Schüchternheit überwinden – Tipps, die nicht funktionieren

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Tipps zum Überwinden von Schüchternheit, die nicht funktionieren

Nicht jeder steht gerne im Mittelpunkt. Es gibt eine Vielzahl von Menschen, die lieber im Verborgenen agieren, statt Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Dies kann im Charakter des jeweiligen liegen oder durch Schüchternheit bedingt sein.

Schüchternheit kann, wenn die Aufmerksamkeit anderer einem zuteilwird, auch in Angst umschlagen. Typische körperliche Redaktionen können Angstschweiß, Herzrassen, Zittern, Übelkeit und körperliche Instabilität sein. Es handelt sich hierbei um ganz normale Angstsymptome. Treten diese in einer bestimmten und vorhersehbaren Situation auf, sind sie also situationsbedingt, empfindet man sie als sinnlos, störend und nicht förderlich, sind die Diagnosekriterien einer sozialen Phobie erfüllt.

Eine Phobie ist eine Angststörung.

Spot-Light Effekt

Besonders der s.g. Spot-Light Effekt tut sein Übriges. Er beschreibt die Einbildung, dass andere Menschen einem viel mehr Aufmerksamkeit widmen, als es tatsächlich der Fall ist. Stehen wir vor einer Gruppe, wollen wir perfekt sein, hören das Herz immer schneller und heftiger schlagen und spüren die intensiven Blicke der Zuhörer, die sich wie Schwerter Körper bohren. Angst kommt auf, Stresshormone werden ausgeschüttet, es kann zu einem Blackout kommen und der natürliche Kämpf-oder-Flieh Instinkt (Fight or Flight) wird aktiviert. Kurzum, wir fühlen uns einfach nur schlecht.

Ängste sind antrainiert

Die meisten Ängste sind antrainiert. Dies ist die gute Nachricht. Was man sich antrainiert hat, oder was uns antrainiert wurde, kann man auch wieder ablegen. Ängste sind grundsätzlich etwas Positives. Sie unterstützen uns zu überleben und mahnen uns zur Vorsicht. Im Krisenfall helfen sie uns, in Kombination mit der Ausschüttung von Hormonen, kurzzeitig Kräfte zu entwickeln, die uns sonst nicht zur Verfügung stehen.

Die Ursachen von Ängsten ist vielschichtig. Mal kann es sein, dass man eine oder mehrere negative Erfahrungen in Situationen sammeln mussten, sich die Angststörung also nach und nach entwickelt hat, um stärker zu werden. Auch können einmalige, lebensbedrohliche Ereignisse, wie ein Unfall, eine Angststörung manifestieren. Ein wichtiger und nicht zu unterschätzender Faktor spielt allerdings auch die Prägung durch die Eltern oder andere Bezugspersonen in der Kindheit („Du sprichst zu undeutlich„, „Du stehst so verkrampft da„, „Aus Dir wird nie was„, usw.).

Vergessen Sie gute Ratschläge

Das Gute ist nun, dass man sich auf verschiedene Arten der Angst bzw. ihrer Symptome entledigen kann. Eine Möglichkeit ist die in der Psychotherapie angewandte „Konfrontationstherapie“, von der ich persönlich nicht viel halte. Durch die Konfrontation mit einer unangenehmen Situation soll die Psyche lernen, dass das zu erwartende Ergebnis minder stark ausfällt, als man es vorher angenommen hat. Es wird also versucht bewusst das Unbewusste, in welchem unsere Emotionen „gespeichert“ sind, zu beeinflussen. Würde dies wirklich funktionieren, bräuchte man sich nur zu sagen „Ich habe von nun an keine Angst mehr„.  Dieses Vorgehen ist jedoch ergebnisfrei.

Unsinnige Tipps gegen Schüchternheit

  • Denke nicht an die Angst“ ist auch ein gut gemeinter Rat, doch wie soll man an etwas nicht denken, was uns vielleicht ein Leben lang begleitete?
  • Lass die Angst nicht an Dich ran“ ist ebenfalls vollkommen sinnfrei. Wenn Sie diejenigen, die Ihnen diesen tollen Tipp geben fragen, wie Sie dabei am besten vorgehen, erhalten Sie die unbefriedigende Antwort „Das musst Du üben„.
  • Grübele nicht über die Schüchternheit nach“ – Hat es schon mal jemand geschafft, über etwas nicht zu grübeln, wenn er gerade über ein Thema grübelt?
  • Lächle wenn die Angst kommt“
  • Finde heraus ob die Schüchternheit notwendig ist
  • Schüchternheit beginnt im Kopf
  • Versuche weniger egozentrisch zu sein
  • Nimm Dich nicht zu ernst

Hypnose kann ein Weg sein Ängste aufzulösen

Das weitaus sinnvollere Vorgehen ist die Ursache und nicht das Symptom zu behandeln und aufzulösen. Hierbei kann die Hypnotherapie ein Weg sein. Mittels Regression (Rückführung), wird der oder die auslösenden Momente in der Biographie eines Menschen gesucht und meist auch gefunden. Die vergangene Situation wurde mit negativen und störenden Emotionen verknüpft. Löst man diese negativen Emotionen von dem Erlebten, wird der Angststörung die Grundlage entzogen.

Hypnosetherapie kann effektiv sein

Mit Hypnotherapie kann es in wenigen Sitzungen gelingen ein befriedigendes bist gutes Ergebnis bei der Behandlung von Ängsten zu erreichen.

Bildnachweis: Flavio Takemoto @freeimages.com

 

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2017-04-18T16:24:04+00:00 Von |Kategorien: Allgemein, Angst, Psychologie|0 Kommentare

Über den Autor:

Ulrich Eckardt
Staatlich geprüfter Heilpraktiker (Psychotherapie) Mentaltrainier, Autor, Coach,NLP-Master (DVNLP)

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