Endlich Nichtraucher, dafür dick?

Eine der größten Bedenken von Rauchern, die mit dem Rauchen aufhören möchten, ist der Glaube nach der Raucherentwöhnung mit Hypnose zuzunehmen. Doch woher kommt dieser Glaube? Er entsteht durch Suggestionen, die sich Raucher selbst immer wieder vorbeten, oder von anderen Menschen erzählt bekommen. Diese verbinden eine Gewichtszunahme mit dem Ende des Lasters.

Nikotin und Kalorien

Die Studie „Waist circumference and weight following smoking cessation in a general population“ von C. Pisinger und T. Jorgensen kam zum Ergebnis, dass man nach dem Rauchen im Schnitt mit einer noch höheren Gewichtszunahme von etwas mehr als 4 Kilo Körpergewicht rechnen kann. Unbestritten ist, dass Ex-Raucher ca. 200 – 500 Kalorien weniger verbrennen als zu ihrer Raucherkarriere. Um entsprechend weniger Kalorien zu sich zu nehmen, kann eine Reduktion der aufgenommen Energie durch das Essen angezeigt sein. Auch konnte nachgewiesen werden, dass Nikotin appetithemmend wirkt. Es liegt demnach ausschließlich an den zugeführten Menge an Speisen, die darüber entscheidet, ob man zunimmt oder nicht.

Glauben versetzt Berge

In einem anderen Beitrag in diesem Blog wurde das Thema „Glaube und Wissen“ – Psychosomatische Auswirkung von Glaubenssätzen  ausführlich besprochen. Der Körper reagiert so, wie man es sich vorstellt. Nicht nur die zu große Menge an Kalorien entscheidet ob man, nach dem man Nichtraucher geworden ist, zunimmt, sondern auch die eigene Überzeugung, der eigene Glaube, mit dem man seinen Körper permanent beeinflusst. Geht man von einer Gewichtszunahme aus, wird sich dieses Gewicht auch früher oder später einstellen.

Glückshormone und Rauchen

Durch das Rauchen werden Glückshormone ausgeschüttet. Daher greift man auch zur Zigarette, wenn man gestresst ist, oder sich über einen Mitmenschen aufregt. Die Glückshormone haben außerdem eine entspannte Wirkung. Die gleichen Hormone kommen auch zum Tragen, wenn man Süßigkeiten zu sich nimmt. Das Belohnungssystem wird aktiv und man wird animiert den Vorgang zu wiederholen. Isst man hingegen Saures, ist dieser Effekt geringer ausgeprägt. Menschen sind auf süße Früchte programmiert, sind diese doch in der Regel ungiftig.

Glückshormone und Sport

Ob Fitnessstudio, Bergwandern, Joggen, Radfahren oder Spazierengehen, sobald man sich sportlich betätigt und dies auch gerne macht, werden ebenfalls Glückshormone ausgeschüttet. Daher raucht ein Raucher auch weniger wenn er Sport treibt oder vergißt sogar das Rauchen ganz.

Tipps – Nichtraucher ohne Gewichtszunahme

Kennt man die Zusammenhänge, muss eine Gewichtszunahme und eine Raucherentwöhnung nicht Hand in Hand gehen. Sie können gegensteuern.

  • Prüfen Sie, dass Sie nicht mehr Kalorien zu sich nehmen als bisher.
  • Essen Sie Obst und Gemüse der Saison.
  • Nehmen Sie Malzeiten langsam zu sich.
  • Schalten Sie den Fernseher und das Handy ab wenn Sie Essen.
  • Treiben Sie regelmäßig Sport.

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Bildnachweis: realworkhard @ Pixabays