Die Dominanz automatisierter Prozesse – Stroop-Effekt

Der Stroop-Effekt zeigt anschaulich, dass antrainiert Handlungen nahezu automatisch ablaufen, ungewohnte jedoch viel Aufmerksamkeit benötigen und ein höreres Fehlerpotential haben. Das nachfolgende Experiment, es gehört zu den Klassikern, können Sie zu Hause selbst durchführen und sich überraschen lassen, wie leicht oder schwer Ihnen der Test fällt.

 

Stroop-Effekt Test 1

Bewegen Sie den Mauszeiger über diesen Text, um mit dem Test zu beginnen.

Stroop-Effekt Test 1

Sprechen Sie die Namen der Farben spaltenweise laut aus.

XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX
XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX
XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX
XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX
XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX
XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX
XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX
XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX
XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX
XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX
XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX XXXXXX

Der erste Test war einfach. Er entspricht bekannten Prozessen, aktives Denken ist nicht unbedingt erforderlich. Dies wird sich nun im Stroop-Test 2 ändern.
Achten Sie darauf, dass sich das graue Feld Stoop-Test 2 in der Mitte Ihres Bildschirmes befindet. Bewegen Sie nun den Mauszeiger über den Text.

Stroop-Effekt Test 2

Bewegen Sie den Mauszeiger über diesen Text, um mit dem Test zu beginnen.

Stroop-Effekt Test 2

Sprechen Sie die Namen der Farben spaltenweise laut aus.
Lesen Sie nicht die Worte vor, sonden nennen Sie die Schriftfarbe.
Beginnen Sie in der ersten Spalte mit „grün“, „weiß“, „blau“ usw.

gelb schwarz blau rot grün rot
blau grün weiß gelb schwarz weiß
grün weiß schwarz grün weiß schwarz
rot blau rot weiß blau grün
weiß gelb blau blau rot blau
blau rot grün rot gelb gelb
weiß blau schwarz weiß grün blau
grün grün gelb grün blau gelb
blau schwarz blau schwarz weiß weiß
schwarz weiß rot blau gelb blau
blau grün grün weiß blau blau

Sie haben sicherlich erkannt, dass dieser Test anstrengender ist, als der vorhergehende. Dies liegt daran, dass Automatismen nicht mehr greifen, Prozesse gegeinander laufen und Sie sich konzentrieren müssen.

Führen Sie nun noch den Stroop-Test 3 durch

Achten Sie darauf, dass sich das graue Feld Stroop-Test 3 in der Mitte Ihres Bildschirmes befindet. Bewegen Sie nun den Mauszeiger über den Text.

Inverse Stroop-Effekt Test 3

Bewegen Sie den Mauszeiger über diesen Text, um mit dem Test zu beginnen.

Inverse Stroop-Effekt Test 3

Lesen Sie die Worte der Farben vor und nennen Sie diesmal nicht die Schriftfarbe.
Beginnen Sie in der ersten Spalte mit „gelb“, „rot“, „weiß“ usw.

gelb schwarz blau rot grün rot
rot grün weiß gelb schwarz weiß
weiß weiß schwarz grün weiß schwarz
blau blau rot weiß blau grün
grün gelb blau blau rot blau
rot grün grün rot gelb gelb
gelb gelb schwarz weiß grün blau
weiß rot gelb grün blau gelb
schwarz blau blau schwarz weiß weiß
grün weiß rot blau gelb blau
blau grün grün weiß blau blau

Auch hier fällt die Aufgabe schwer, da sie Erlerntes außer Kraft setzt. Menschen lesen automatisiert, was dazu führen kann kann, dass man Fehler einfach überliest (haben Sie das zweite, überflüssige „kann“ im Text wahrgenommen?).

Zwei psychologische Prozesse arbeiten bei diesem Test gegeneinander. Die Farbwahrnehmung und die Bezeichnung einer Farbe sind nicht deckungsgleich. Dies erschwert das Lesen ungemein. Durch das Aussprechen wird dieser Konflikt noch verstärkt, so dass es sein kann, dass sich dabei Fehler einschleichen.

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