Gewohnheiten sind unbewusst ausgeführte Programme

Täglich treffen Menschen Entscheidungen, auch wenn sie keine Entscheidungen treffen und verhalten sich an bestimmten Orten oder immer zu den gleichen Zeiten immer gleich. Das Das eigene Verhalten ist also vorhersehbar.

Gewohnheiten sind teilweise ärgerlich, manchmal sinnvoll

Die schlechten Gewohnheiten würde viele Menschen gerne abstellen, schaffen es aber nicht. Vorgenommenes verändertes Verhalten wird ein paar Tage ausprobiert, um anschließend wieder in den alten Trott des Alltages abzugleiten. Dies bestärkt die Überzeugung ausgeliefert zu sein, ein Opfer zu sein. Mit jeder dieser Erfahrung steigert sich dieser Eindruck. Er manifestiert sich.

Warum ist es so schwer Gewohnheiten abzulegen?

Sehr oft ist die Quelle einer schlechten Gewohnheit in einer Spannung in der Psyche begründet, die sich mit sogar selbstschädigendem Verhalten, eine Entlastung schafft. Ein innerlicher Konflikt kann daher zur Aufrechterhaltung einer Gewohnheit ursächlich sein. Das unbewusste Verhalten dient inneren Stress abzubauen und angenehme Emotionen aufkommen zu lassen und unerwünschte Gefühle auszuweichen.

Steuerzentrale Gehirn

Fast die Hälfte aller Bewertungen und dem daraus resultierenden Verhalten werden unbewusst und recht schnell durchgeführt. Unser Gehirn ist auf Energieeffizienz ausgelegt. Es vergleicht, sortiert und ordnet Eindrücke. Wurden in der Vergangenheit Eindrücke mit Emotionen und einem bestimmten Verhalten verknüpft, werden diese automatisch abgerufen, sobald ein Auslöser erkannt wird. Eine permanente Neubewertung äußerer Eindrücke würde das Gehirn überfordern und ist zeitintensiv.
Dieses Methode ist bei positiven Gewohnheiten sinnvoll. Es ist nicht zielführend jedesmal über die Sinnhaftigkeit nachzudenken an einer roten Ampel stehen zu bleiben oder sich vor der Autofahrt anzuschnallen. Darüber denkt man nicht mehr nach „es ist einfach so“. Der gleiche Automatismus läuft jedoch auch bei destruktiven Gewohnheiten ab.

Das dahinterliegende Prinzip ist immer das gleiche

  • Zunächst erkennt man, wenn auch unbewusst, einen Trigger
  • Ein routinemäßiges Verhalten wird durchgeführt
  • Eine positive Emotion kommt zum tragen

Beispiel

  • Trigger: Uhrzeit
    Verhalten: Kochen
    Ergebnis: angenehmes Sättigungsgefühl
  • Trigger: Spiegel
    Verhalten: anziehen und Schmiken
    Ergebnis: gut aussehen
  • Trigger: Fernseher
    Verhalten: Anschalten des TV-Gerätes
    Ergebnis: Entspannung auf der Couch

Wie kann man nun eine Gewohnheit ändern oder ablegen?

Den Trigger kann man nicht ändern, denn dieser ist ein innerer oder äußerer Auslöser. Dies können die Uhrzeit, die Umgebung, der emotionale Zustand und andere Faktoren sein. Das Verhalten könnte man villeicht noch ändern, doch dies ist ein recht aufwendiges Vorhaben, da sich das bekannte positive Ergebnis nicht mehr einstellen würde – und wer belohnt sich nicht gerne? Bei einer Belohnung werden Hormone wie Endorphin, Dopamin, Noradrelin und Serotonin ausgeschüttet – warum also dagegen angehen?

Die Lösung ist das zu erwartende Ergebnis zu hinterfragen, es von einer anderen Standpunkt zu betrachten, es unter einem anderen Licht zu sehen.
Sagen Sie, bevor Sie ein gewohntes und unangenehmes Verhalten automatisiert ablaufen lassen „STOP“. Stellen Sie sich nun vor, vielleicht sogar mit geschlossenen Augen, wie Ihr Ergebnis, die Belohnung, normalerweise aussehen oder sich anfühlen würde. Beobachten Sie sich wie in einem Film und fragen Sie sich, ob das Ergebnis sinnvoll ist. Eine effektive Frage, die Sie sich stellen können, lautet „Macht das Sinn?“. Beantworten Sie die Frage nur mit „JA“ oder „NEIN“. Lautet die Antwort „NEIN“, führen Sie das Verhalten nicht aus, sondern ersetzten Sie es mit einem anderen.

Die „Macht das Sinn?“ Methode

Diese Methode der Achtsamkeit wurde von Ulrich Eckardt, Heilpraktiker für Psychotherapie entwickelt. Sie basiert auf der Meta-Position, die man aus dem NLP und anderen psychotherapeutischen Verfahren kennt. Diese sind in der Regel nicht wirklich alltagstauglich, da sie zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Die „Macht das Sinn?“ Methode kann in jeder Alltagssituation eingesetzt werden und ist Teil des Persönlichkeitstrainings, welches von Ulrich Eckardt angeboten wird.

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Bildnachweis: werdepate @ pixabay.com