Wie kann ich negative Gedanken loswerden

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Negative Emotionen abstellen

Es gibt eine Vielzahl von negativen Gedanken, die ungefragt ein Karussell der unangenehmen Gefühle in am Rotieren hält. Dabei kommen oftmals unkontrolliert Emotionen ans Tageslicht, die sich nicht  verdrängen lassen. Je intensiver man etwas Negatives nicht fühlen oder denken möchte, desto deutlicher wird es wahrgenommen.

Oftmals erlauben wir es uns nicht über diese Gefühle zu sprechen – vielleicht aus Scham oder weil uns niemand verstehen möchte. Dabei kann es hilfreich sein, „sich etwas von der Seele zu reden“.
Auch gut gemeinte Ratschläge, wie „Denke nicht an das Gefühl oder die Angst“ bzw. „lass es nicht an Dich ran“, sind in der Regel nicht zielführend, da man nicht an etwas nicht denken an, an das man gerade denkt. Es ist ein Paradoxon.

Trigger sind Angstauslöser

Trigger, also Auslöser bestimmter Reaktionen oder Emotionen, die Erinnerungen aus der tiefsten und dunkelsten Ecke der eigenen Biographie im Bruchteil einer Sekunde empor bringen können, sorgen für das unkontrollierte Aufkommen von Ängsten, Unruhe, Herzklopfen oder, im günstigsten Fall, für angenehme Gefühle. Ein Auslöser ist immer erlernt. Er ist die Verbindung, die zwischen einer Situation oder einem Gegenstand und Gefühlen vorhanden ist. Diese Brücke lässt sich, da sie nicht in Zement gegossen ist, auch wieder verlernen. Hierzu kann man verschiedene Strategien nutzen. Eine gerne in der Psychotherapie eingesetzte Methode ist die Konfrontationstherapie. Kurz gesagt es liegt ihr die Theorie zugrunde, dass der Mensch lernen soll, sich in eine zuvor als angstbehaftete Situation zu begeben und dann zu erkennen, dass die Erwartungsangst nicht erfüllt wird. Nach und nach soll sich die Angst reduzieren – so die Theorie. Dies mag in einigen Fällen auch funktionieren, oftmals unterscheiden sich jedoch Theorie und Praxis.

Erinnerungen können verblassen

Negative Eindrücke aus der Vergangenheit, die nicht traumatisch, also lebensbedrohlich waren, können nach und nach in ihrer Intensität verblassen. Verbindet man mit ein Musikstück mit einer vergangenen Freundschaft oder Beziehung, so kann es sein, dass das Hören dieses Musikstückes im Laufe der Zeit zwar die Erinnerung an die jeweilige Person aufleben lässt, die verbundenen Emotionen hingegen können als weniger intensiv wahrgenommen werden. Dies muss nicht immer so sein, sondern hängt mit der Verbindung zu diesem Menschen ab.
Dieses Verlernen ist damit begründet, dass man den Song auch bei anderen Gelegenheiten, wie im Cafè, im Radio, zu Hause oder auf der Arbeit zufällig gehört hat, aber andere Emotionen in der jeweiligen Situation vorhanden waren. Diese überlagern nach und nach die Grundemotion.

War die Trennung, auch wenn sie schon Jahrzehnte zurückliegt, jedoch als sehr schmerzhaft empfunden worden, kann es zu einer aktiven Aufrechterhaltung der unangenehmen Gefühle kommen, so dass die Intensität nicht nachlässt oder gar noch verstärkt wird. Dies passiert besonders dann, wenn man sich einen Menschen so vorstellt, wie er früher einmal war, aber mögliche Verhaltensveränderungen und Entwicklungen ausblendet. Heroisiert man Andere, stellt sie über sich oder projeziert man in sie Fähgigkeiten, die womöglich nicht vorhanden sind, kann dies bei einer Trennung zu einer lebenslangen Trauer und Depressionen führen.

Änsgte auflösen

Kommen unangenehme Gedanken oder Gefühle auf, kann man diese mit einer einfachen und effektiven Methode überlisten, wenn man das möchte.

Einen Gedanken nicht zu denken oder ihn nicht an sich heranzulassen funktioniert aus logischen Überlegungen schon nicht. Man kann nicht an einen blauen Elefanten denken, wenn man ihn sich gerade vorstellt. Auch die „Stopp-Schild“-Methode, bei der man sich ein Schild bei einem unangenehmen Gedanken visualisieren soll, funktioniert oftmals ebensowenig, wie die „Swish Methode“ aus dem NLP. Das Stopp-Schild bietet keine Alternative, die Swish-Methode keine wirkliche Hilfe, da sie nicht alltagstauglich ist.

Die Lösung kann eine simple Frage sein, die man sich beim Aufkommen eines unangenehmen Gedankens oder Emotion stellen kann „Macht das Sinn, dass ich diesen Gedanken denke oder das Gefühl jetzt fühle?“ Es gibt nur zwei Antworten: „Ja“ oder „Nein“. Damit entscheidet man selbst, ob man ein Gefühl fühlen, einen Gedanken denken oder eine Angst aufkommen lassen möchte – man übernimmt die Kontrolle.

Man kann die Methode, die Ulrich Eckardt entwickelt hat, in vielen Alltagssituationen anwenden. Autofahrer entscheiden, ob sie sich über einen Stau aufregen, denn nicht der Stau erzeugt Stress, sondern die eigenen Gedanken. Macht es Sinn sich wegen eines Staus aufzuregen? Nein, denn der Stau wird sich deswegen nicht auflösen. Genauso kann man sich die „Macht das Sinn“ Frage stellen, wenn die Tram, der Bus, die U-Bahn oder der Zug Verspätung haben. Das Verkehrsmittel wird, gleich ob man sich aufregt oder nicht, den Fahrplan nicht einhalten können.
Plant man einen Gartenparty, die dann wegen Regens ins Wasser fällt, so entscheidet man selbst, ob man sich als Gastgeber die Partylaune verdirbt oder nicht – Macht es Sinn sich wegen des Regens aufzuregen? Nein! Die Party kann auch im Haus, der Wohnung oder anderen Räumlichkeiten durchgeführt werden.

Üben Sie die „Macht das Sinn“-Methode in Ihrem Alltag und Sie werden erkennen, dass Sie viel entspannter die Herausforderungen des Lebens meistern können.

Gerne können Sie meinen Vortrag zum Thema besuchen.

Informationen zum Vortrag

Bildnachweis: Sasint @ pixabay.com

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Über den Autor:

Ulrich Eckardt
Staatlich geprüfter Heilpraktiker (Psychotherapie) Mentaltrainier, Autor, Coach,NLP-Master (DVNLP)

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