Depression durch Erfrischungsgetränke

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Erfrischungsgetränke schuld an Depressionen?

In der heutigen Zeit werden mehr Süßgetränke (Erfrischungsgetränke) getrunken, als jemals zuvor. Der Konsum ist besonders in den letzten 40 Jahren rasant angestiegen und hat sich mehr als verdreifacht.

Viele Krankheiten, wie Diabetes Typ 2, werden mit dem exzessiven Konsum dieser Getränke und dem Verzehr von zu viel Zucker in Verbindung gebracht, an denen weltweit immer Menschen erkranken.

In einer Langzeitstudie (Diet and Health Study) wurden über 260.000 Menschen über ihre Essgewohnheiten befragt nach zehn Jahren wieder darauf angesprochen. Interessant war zu erkennen, dass Menschen, die angaben wenigstens 0.3 Liter an Softdrinks täglich zu sich zu nehmen, ein 30% höheres Risiko hatten an einer affektiven Störung (z.B. Depression) zu erkranken, als Menschen, die süße Erfrischungsgetränke nicht konsumieren. Die Korrelation wird nicht durch andere Faktoren, wie Geschlecht, Alter, Gewicht, usw. getrübt.

Es wurde ferner festgestellt, dass der Konsum von Erfrischungsgetränken für die Konsumenten keinen Vorteil  brachte, auch wenn diese Erfrischungsgetränke mit Zuckerersatzstoffen versetzt waren. Egal ob gesüßtes Erfrischungsgetränk oder Light-Produkt, das Risiko an einer psychischen Krankheit zu erkranken, so die Studie, ist gleich hoch.

Beim Konsum von gesüßten Kaffee hingegen, stieg das Risiko zu erkranken nur um 10%, also ein Drittel.

Ergebnis

Ob die Studie nun wirklich zeigt, dass ein wirklicher Zusammenhang zwischen dem Konsum von Erfrischungsgetränken und psychischer Erkrankungen abzuleiten ist, kann letztendlich nicht mit Sicherheit nicht gesagt werden. Es ist schließlich nicht auszuschließen, dass bei den Studienteilnehmern bei Beginn schon Vorerkrankungen vorlagen, die mit dem Konsum von Erfrischungsgetränken kompensiert wurden. Nichtsdestotrotz könnte die Studie einen Hinweis geben, dass eine höhere Krankheitsrate durch Erfrischungsgetränke möglich sein kann.

Werden süße Lebensmittel konsumiert schüttet der Körper Glückshormone aus und das Belohnungszentrum wird aktiviert. Auch führt der vermehrte Konsum von Zucker zu einer Toleranzentwicklung, was bedeutet, dass der Konsument stetig mehr von der Substanz einnehmen oder konsumieren muss, um die gleiche Wirkung zu erreichen.

Zuckertest und Zuckersucht

Falls Sie einmal ausprobieren möchten, ob Sie bereits zuckersüchtig sind, so vermeiden Sie für ca. 14 Tage sämtliche Lebensmitteln in denen Zucker enthalten sein könnte (hierzu zählt auch Ketch-Up). Trinken Sie statt Softdrinks einfach Wasser. Nach diesen zwei Wochen vergleichen Sie Ihren psychischen Zustand mit dem davor. Falls Sie danach noch Zucker zu sich nehmen möchten, werden Sie vielleicht erkennen, wie extrem süß und klebrig die Lebensmittel waren, die Sie in der Vergangenheit zu sich genommen haben. Sprechen Sie auch Ihren Arzt an und vergleichen Sie Ihre Blutwerte vor und nach Ihrem Test.

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Quelle: Sweetened Beverages, Coffee, and Tea and Depression Risk among Older US Adults
Xuguang Guo, Yikyung Park, Neal D. Freedman, Rashmi Sinha, Albert R. Hollenbeck, Aaron Blair, Honglei Chen
Published: April 17, 2014

Bildnachweis: orentodoros @ pixabay.com

Über den Autor:

Staatlich geprüfter Heilpraktiker (Psychotherapie) Mentaltrainier, Autor, Coach,NLP-Master (DVNLP)

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