Schlafen

Gesunder Schlaf

An Ein- und Durchschlafstörungen leiden in unserer modernen Gesellschaft mehr und mehr Menschen. Dies kann mit dem erhöhten Druck am Arbeitsplatz zusammenhängen, an partnerschaftlichen Problemen liegen und viele weitere Gründe haben. Zu wenig Schlaf lässt Menschen aggressiv, unkonzentriert und energielos werden. Betroffene kommen aus jeder Gesellschaftsschicht. Schlafstörungen können temporär sein oder auch chronifizieren.

Durch den Schlaf wird das Immunsystem stabilisiert, da der Geist sich nicht um Probleme des Alltags kümmern muss und der Stoffwechsel reguliert. Gesunder Schlaf erhöht die Leistungsfähigkeit, die Regeneration des Körpers, was Alterserscheinungen hinauszögert.
Schlechter oder zu wenig Schlaf hingegen erhöht das Krankheitsrisiko und reduzieren die Konzentrationsfähigkeit, was sich auf die Arbeitsleistung auswirkt.

Was kann ich tun um besser zu schlafen

Es gibt eine Reihe von Faktoren die den Schlaf positiv oder auch negativ beeinflussen können. Die positiven sind unter dem Sammelbegriff der Schlafhygiene zusammengefasst. Hier finden sie einige Anregungen, damit auch Sie vielleicht wieder gut schlafen können.

Den Schlaf ankern

Unter einem Anker versteht man in der Psychologie ein Reiz-Reaktionskoppung. Ein Autofahrer wird hoffentlich, wenn die Ampel auf Rot springt (Reiz), die Bremse betätigen (Reaktion). Genau wie in diesem Beispiel kann man auch die Reaktion „schlafen“ ankern. Hierzu ist es notwenig immer das gleiche Einschlafritual zu wählen. Dies kann das Abschalten des Fernsehers, Handys und Computers sein, gefolgt vom Umziehen und Zähneputzen. Danach kann man sich in das Bett begeben, die Augen schließen und schlafen. Je öfter Sie eine solche Vorgehensweise üben, desto intensiver wird sie verankert. Sollten Sie ein Mensch sein, der gerne grübelt, kochen Sie sich einen Tee oder trinken Sie ein Glas Wasser, überdenken den vergangenen Tag und legen sich dann ins Bett.
Sorgen Sie dafür, dass Sie das Bett dafür benutzen, für was es gedacht ist. Dies ist Schlafen und Sex. Es ist keine Ruhestätte um ein Buch zu lesen, mit dem Tablet zu spielen oder einen Film anzuschauen.

Regelmäßigkeit

Gehen Sie immer zur gleichen Zeit ins Bett, oder versuchen Sie es zumindest. Der Körper gewöhnt sich binnen einer Woche an den Rhythmus. In diesen können Sie auch das Aufstehen zu einer bestimmten Uhrzeit integrieren – auch am Wochenende.

Natürlich gibt es auch Abende, an denen sich ein frühes Zu-Bett-Gehen nicht anbietet. Gestatten Sie sich auch Ausnahmen in die Regelmäßigkeit zu integrieren.

Ruhig ins Bett gehen

Das Nervenkostüm ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Aufwühlende Fernsehsendungen oder Bücher kurz vor dem Schlafen oder sogar im Bett zu lesen, ist nicht hilfreich. Nach dem Lesen oder Fernsehschauen sollten Sie wenigstens 30 Minuten warten, bis Sie sich ins Bett legen.

Richtige Temperatur

In warmen Nächten fällt es schwer einzuschlafen, bei Kälte kann man auch im Bett frieren. Daher ist die richtige Temperatur irgendwo dazwischen. Es wird empfohlen die Temperatur zwischen 15 Grad und 18 Grad einzustellen.

Richtig lüften

Der menschliche Körper atmet Sauerstoff ein und Kohlendioxid wieder aus. Ist der Luftaustausch zu gering, sinkt der Sauerstoffanteil im Laufe der Nacht und es wird für den Körper giftiges Kohlendioxid eingeatmet. Daher ist es durchaus sinnvoll mit geöffneten oder gekippten Fenster zu schlafen.

Uhr umdrehen

Es gibt Uhren und Wecker, die ein sehr helles Licht ausstrahlen und das Schlafzimmer in Licht tauchen. Wird Licht vom Körper wahrgenommen, kann es sein, dass er aufwacht. Denn Licht bedeutet Sonnenaufgang.

Ferner ärgern Sie sich nicht, falls Sie immer und immer wieder auf die Uhr in einer schlaflosen Nacht blicken. Es spielt auch keine Rolle, ob es zwei, drei oder vier Uhr ist. Wenn Sie nicht schlafen können, stehen Sie auf und begeben sich bitte in ein anderes Zimmer.

Nicht zu spät Abendessen

Wird es dunkel, wird das Hormon Melatonin produziert. Es signalisiert dem Körper, dass es Zeit zum Schlafen ist – dies gilt auch für die Verdauung, die ihre Arbeit abends nahezu einstellt. Durch spätes Essen wir der Magen gezwungen zu arbeiten, was einem erholsamen Schlaf nicht zuträglich ist. Daher sollte man zwei bis 3 Stunden vor der Bettruhe nichts mehr an Speisen zu sich nehmen.

Mediation, Achtsamkeitstraing, Hypnose zum Einschlafen

Meditation und autogenes Training, Achtsamkeitstraining, sowie auch Hypnose können Sie dabei unterstützen einen Ruhezustand innerhalb weniger Minuten zu erreichen, der Ihnen ein schnelles Einschlafen und einen erholsamen Schlaf ermöglicht. Es kann sein, dass der Effekt sich nicht bei der ersten Übung einstellt, doch nach und nach wird Ihr Körper vielleicht mehr und mehr entspannt sein. Geben Sie sich und nehmen sie sich Zeit. Ihr Körper und Ihr Geist werden es Ihnen danken.

Eine kleine Anekdote

Während eines Aufenthaltes im Krankenhaus konnte ich einige Nächte hintereinander nicht gut schlafen. Der mich behandelnde Professor riet meiner Frau mir eine Thermoskanne mit warmen Glühwein zu bringen. Ein Teil des Glühweins trank ich und schlief in dieser Nacht wie ein Baby. Alkohol ist meist kein probates Mittel um einen guten Schlaf zu erreichen. Jedoch ziehe ich einen Glühwein einer Schlaftablette vor – denn auch diese kann schädlich sein und sorgt für eine schlechte Schlafqualität.

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Bildnachweis: claudioscott @pixabay.com

2 Kommentare
  1. sagte:

    Gute Empfehlungen! Oh ja, das ist ein weit verbreitetes Them, ich denke, was vor allem von dem vielen Stress herrührt… Ich habe super Erfahrungen gemacht mit Hypnose, natürlich ist auch der Tagesablauf und die Ernährung bedeutsam… Liebe Grüße!

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  2. sagte:

    Bei mir ist es auch so, zu spätes Essen verschlechtert sich mein Schlaf regelrecht. Ich habe mal in einem Buch von Strunz gelesen, dass wenn man zum Frühstück Obst isst, sich dadurch die Zirbeldrüse stimuliert fühlt und das Schlafhormon produziert.
    im weiteren kann eine Hypnose zum runter fahren wärmstens empfehlen.

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