Depression

Die Psyche und der Körper

Ist die Psyche einer Belastung ausgesetzt, kann dies zu körperlichen Beschwerden führen. Rückenschmerzen, Tinnitus oder auch andere Erkrankungen können sich einstellen. Daher ist bei einem Besuch bei einem Arzt auch auf die psychische Verfassung hinzuweisen.

Depressionen und Urlaub

Viele Menschen die an Depressionen leiden oder bei denen eine Depression am entstehen ist, sollten es tunlichst vermeiden in Urlaub zu fahren. Sind erste Anzeichen einer Krankheit der Psyche zu erkennen, ist Therapie und nicht Urlaub angesagt. Eine Depression verweilt nicht am Heimatort, sondern sie reist mit. Bietet ein Urlaub wenig Abwechslung und ein wenig attraktives Rahmenprogramm, kann es durch die vermehrte Konzentration auf die Erkrankung und die Hoffnung auf deren Besserung zu einer Symptomverschlimmerung kommen.

Daher ist es wichtig schon bei den ersten Anzeichen einer Depression zu handeln und Gegenmaßnahmen zu ergreifen, bevor sie sich manifestiert. Erste Anzeichen können Schlaflosigkeit und Übermüdung sein, oder Angst den gestellten Aufgaben in Beruf oder Schule nicht mehr gewachsen zu sein.

Arbeit lenkt ab

Trotz einer Depression ist es nicht ratsam den Beruf oder die Schule an den Nagel zu hängen. Ganz im Gegenteil. Auch wenn die Aufgaben als belastend empfunden werden, so können sie doch von der eigentlichen Symptomatik wenigstens zeitweise ablenken. Dies geht nicht immer, besonders nicht, wenn starke Symptome vorliegen.

Falsche Ratschläge

Hat jemand noch keine depressive Episode erlebt, kann er Gedankengänge und Empfindungen von Erkrankten schlecht bis überhaupt nicht nachvollziehen. Daher werden gut gemeinte Hilfen entweder gar nicht angenommen oder nicht verstanden.

Man soll sich doch bitte zusammenreißen, schließlich ist das Problem kein wirkliches Problem

Ein alltägliches Problem kann bei objektiver Betrachtungsweise vielleicht als lapidar eingestuft werden. Doch Erkrankte bewerten ihre Situation von ihrem Standpunkt aus und nicht von dem des objektiven Betrachters. Auch verschwinden Depressionen nicht von heute auf morgen, sondern benötigen Zeit um abzuklingen, da oftmals chemische Abnormitäten vorliegen.

Sei nicht so traurig

Deprimiert sein und Depression sind zwei verschiedene Themen. Das eine ist eine Empfindung, das andere eine anerkannte Krankheit. Daher hat Traurigkeit mit einer Depression recht wenig zu tun. Es kann sein, dass Betroffene einen entsprechenden Eindruck hinterlassen, in Wirklichkeit liegt das Problem meist tiefer.

Jedes erreichte Ziel ist ein Sieg

Für einen gesunden Menschen ist das Verlassen des Bettes, die Zubereitung einer Mahlzeit und der Gang zur Arbeit das Normalste der Welt. Für Depressive hingegen kann das Aufstehen schon eine Herausforderung sein. Ist dies einmal geschafft, kann das nächtse Ziel das Brühen eines Kaffees oder der Gang zur Dusche sein. Das Erreichen solcher kleinen Ziele ist hoch anzurechnen und positiv zu bewerten.

Antriebslosigkeit

Bei Antriebslosigkeit versagt die Muskulatur ihren Dienst ohne ersichtlichen Grund. Besonders während eines Tiefs ist an Bewegung und Konzentration nicht zu denken. Das Ziel ist nicht aus den Augen zu verlieren. Es kann auch zu einem späteren Zeitpunkt erreicht werden.

Körperliche und psychische Symptome

Wer jemals körperlich erkrankte weiß, wie anstrengend eine Krankheit für den Körper und die Psyche sein kann. Das gleiche Empfinden tritt bei psychischen Belastungen auf. Sie sind, nur weil man sie nicht sehen kann, dennoch vorhanden. Die psychische Belastung kann sich in körperlichen Symptomen äußern, und zwar auch dann, wenn man die Spannung in der Psyche als gering einstuft. Psyche und Körper bilden eine Einheit. „Der Körper ist das Spiegelbild der Seele. Er verheimlicht nichts, er ist ehrlich“ (Dr. Rüdiger Dahlke)

Spaß ist nicht mehr vorhanden

Das Empfinden von Freude und Glück ist für Depressive oftmals unmöglich oder sie sind nur eingeschränkt hierzu fähig. Alles was früher Spaß bereitete, wird als langweilig oder gleichgültig abgetan. Dies wirkt sich auch auf das soziale Umfeld und die Familie aus und kann zu sozialen Rückzug, Scheidung und Vereinsamung führen.

Niemand versteht mich

Jede Krankheit ist individuell und Symptome oder Empfindungen können nur in reduzierter Form nachempfunden werden. Dies gilt auch für eine Depression. Erkrankte haben oftmals den Eindruck nicht verstanden zu werden und ziehen sich aus Selbstschutz in ihr Schneckenhaus der Emotionen zurück. Die Vorverurteilung von Depressiven in unserer Gesellschaft, sie gelten oftmals als Schwächlinge und Versager, tut ihr Übriges.

Familienangehörige, Arbeitskollegen und andere den Erkrankten nahestehende Menschen sollten daher gefühlvollen mit ihnen umgehen. Es gibt keine Standardlösung um aus einer Depression wieder herauszukommen. Psychotherapie kann helfen, Hypnosetherapie oder auch Medikamente, wobei bei letztere, trotz umfangreicher Werbemaßnahmen, keine wirkliche Lösung anbieten, sondern die Symptome nur abschwächen (können). Bei einer medikamentösen Behandlung wird nicht die Ursache aufgearbeitet.

Ursachenauflösung bei einer Depression

Jede Emotion basiert auf einer Erfahrung. Und Erfahrungen werden im Laufe eines Lebens gemacht. Auch die Ursache(n) einer Depression liegt in der Biographie eines Menschen. Ist diese Ursache einmal aufgelöst, kann dies helfen eine Depression abzulegen oder sie nur noch vermindert wahrzunehmen. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass die Therapiedauer nicht so lange sein muß, wie die Depression vorhanden war. Daher ist der Glaube, nur eine Langzeittherapie kann bei einer Depression hilfreich sein, nicht unbedingt richtig.

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