Mentaltraining im Sport

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Wie mentales Training bei Sportlern wirken kann

Es ist unbestritten und auch mehrfach bewiesen, dass die mentale Einstellung zum Sport und zum eigenen Körper über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Doch nicht nur beim Training oder während einer Veranstaltung ist die geistige Haltung ausschlaggebend, sondern auch in Phasen der Regeneration.

Mehr und mehr Sportler haben das Mentaltraining für sich entdeckt, um einfacher und schneller ihre Ziele zu erreichen. „In meiner Praxis hatte ich eine Klientin, eine Triathlon-Teilnehmerin, die vor einer der Disziplinen unheimliche Angst hatte“, so Ulrich Eckardt, „doch Dank einer kurzen mentalen Trainingseinheit konnte sie ihre Blockade lösen, nahm am europäsichen Vorentscheid für den Iron Man auf Hawaii teil und qualifizierte sich für diesen. Sie meinte, ein Lebenstraum habe sich erfüllt“.

Neben diesem psychischen Druck eine Disziplin erfolgreich bestehen zu müssen, können mit Mentaltraining auch Bewegungsabläufe optimiert werden. „Eine Turnerin bat mich sie für die Bayerischen Meisterschaften zu coachen. Ihr Problem war, dass sie Angst hatte vom Schwebebalken während ihrer Übung zu fallen. Sie wurde in Trance versetzt und die ganze Übung wurde von Beginn bis zum Ende gedanklich im Zeitlupentempo durchlaufen. Immer dann, wenn die Klientin meinte, sie möchte ihre Körperhaltung korrigieren, wurde die Vorstellung angehalten und die Körperhaltung optimiert. Anschließend wurde der Film erneut langsam wiederholt. Hatte die Turnerin die Übung zu ihrer Zufriedenheit durchlaufen, wurde die ganze Sequenz ein wenig schneller in der Vorstellung durchgespielt, bis der ‚Film‘ in der Vorstellung in Echtzeit ablief. Dieser wurde nach und nach immer wieder von der Klientin gedankenversunken visualisiert, bis der komplette Ablauf in ‚Fleisch und Blut‚ überging“, sagt Ulrich Eckardt.

Bewegungsablauf geht in Fleisch und Blut über

Es spielt für den Körper keine Rolle, ob man sich einen Bewegungsablauf nur vorstellt, oder ob man ihn durchlebt. Es werden die gleichen kognitiven Prozesse angesteuert. Je öfter man im wirklichen Leben oder in der Vorstellung diesen Ablauf durchläuft, desto einfacher und sicherer wird er später durchgeführt werden. Das beste Beispiel hierzu ist das Schalten von Gängen während der Autofahrt. Hier wird nicht mehr nachgedacht, sondern gehandelt. Viele Autofahrer wissen nicht, an welcher Stelle die Gänge wirklich liegen. Würde das Schalten bewusst durchgeführt, käme es zu Fehlern.

Muskelkater nach Mentaltraining

Interessant ist zu beobachten, dass Sportler nach einem Mentaltraining manchmal über Muskelkater klagen.

Warum ist das so?

In einem Experiment von Pascuale-Leone wurden drei Versuchsgruppen unterschiedlich instruiert. Keiner der Teilnehmer bzw. Teilnehmerinnen konnte Klavier spielen. Die erste Gruppe wurde gebeten ein Musikstück wirklich am Klavier zu üben. Die Teilnehmer der zweiten Gruppe sollten sich nur vorstellen das Musikstück zu spielen, während die dritte Gruppe nichts machen musste.
Gruppe eins und zwei sollten über fünf Tage hinweg jeweils zwei Stunden üben.

Erstaunlich war das Ergebnis. Die Muskelaktivität der beiden Übungsgruppen war ähnlich ausgeprägt. Der Bewegungsablauf und die Bewegungskompetenz hatten das gleiche qualitative Niveau, während sie bei den Teilnehmern der dritten Gruppe nicht vorhanden waren.

Unabhängig, ob die Teilnehmer den Bewegungsablauf durchliefen oder ihn sich nur vorstellten, es wurden die gleichen oder vergleichbare Muskelreaktionen gemessen. Nach den Übungseinheiten war die Qualität des vorgespielten Musikstückes von der ersten Gruppe am besten. Doch bereits nach zwei Stunden des Übens am Klavier, war die zweite Gruppe genauso gut.

 

Mentales Training und Sporthypnose

Eine Vorstellung einer nicht vorhandenen, sondern zukünftigen Situation, versetzt Menschen meist in den Zustand der Trance. Dieser wird in der Sporthypnose bewusst genutzt, um bessere Leistungen zu erreichen. Sollten Sie Ihre sportliche Leistungen erhöhen wollen, oder Interesse haben Ihre Ängste und Blockaden abzulegen, nehmen Sie doch Kontakt zu uns auf. Wir freuen uns auch über eine Nachricht von Amateur- oder Profivereinen oder Verbänden. Gerne stehen wir für Seminare und Einzelcoachings zur Verfügung.

Text als Video

Bildnachweis: comfreak @ pixabay.com

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Über den Autor:

Ulrich Eckardt
Staatlich geprüfter Heilpraktiker (Psychotherapie) Mentaltrainier, Autor, Coach,NLP-Master (DVNLP)

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