Was ist Stress

Stress existiert nur in den eigenen Gedanken

In der täglichen Kommunikation hat das Wort Stress eine ähnliche Bedeutung wie ein Gegenstand. Doch Stress kann man nicht anfassen, ihn bestellen oder in den Keller tragen.

Stress ist ein Gefühl

Gefühle kommen nie von außen, oder haben Sie schon einmal ein Gefühl irgendwo außerhalb Ihres Körpers oder Ihrer Psyche wahrgenommen? Daher ist auch ein gute gemeinter Rat wie „Lass den Stress nicht an Dich ran“ so nutzlos, wie er sinnlos ist.

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Stress existiert in uns

Wer unter dem Druck am Arbeitsplatz leidet oder Probleme in der Partnerschaft hat, kann stressbedingt erkranken. Stress ist ein Ausdruck psychischer Belastung, der sich negativ auf den Organismus auswirken kann. Dabei handelt es sich beim Phänomen Stress um keine Krankheit, oder ein Objekt. Stress entsteht ausschließlich in der eigenen Gedankenwelt und belastet ca. 60% der deutschen Bevölkerung. Bei der Altersgruppe der 35- bis 45-Jährigen leiden sogar 80% der Befragten an Stress. Nimmt der Erfolgsdruck oder Zeitdruck durch die Leistungsgesellschaft weiter zu, wird die Anzahl der Betroffenen weiter steigen. Der Grund hierfür kann auch eine unausgewogene Work-Life-Balance sein. Sie beschreibt das Verhältnis zwischen Arbeits- und Ruhephasen. Mit Entspannungsübungen und -kursen kann man auch nach einem anstrengenden Tag schnell abschalten und lernen sich wieder auf sich zu konzentrieren. Ein Beispiel sind die Afterwork-Relax Seminare. Es ist erwiesen, dass ausgeglichene Menschen weniger für Krankheiten anfällig sind, als solche, die einer permanenten Anspannung unterliegen.

Stress ist hausgemacht

Stress an sich existiert nicht in der realen Welt. Er ist ein Gefühl, welches sich in jedem ausbreiten kann, gefördert von den eigenen Gedanken. Diese sind die Keimzelle negativer und positiver Emotionen. Auch wenn man sich gerne in der Opferrolle sieht, so stimmt dies nicht wirklich. Nahezu alles was der Mensch macht, macht er in einer freien Gesellschaft aus eigenem Antrieb, ohne dazu gezwungen zu werden.

Stress ist eine Entscheidung

Gesunde Menschen werden nicht gedrängt einer bestimmten Tätigkeit nachzugehen. Ganz im Gegenteil, sie fahren freiwillig tagein tagaus zu ihrem Arbeitsplatz, um sich mit ihrem Einverständnis dem Termin- oder Leistungsdruck auszusetzen, um sich Dinge leisten zu können, die der Mensch zum Überleben nicht benötigt. Die Konsequenzen sich den Regeln der modernen Gesellschaft nicht zu unterwerfen, wären rein wirtschaftlicher Natur und würden das Leben bzw. Überleben keinesfalls gefährden.

Stress in der Beziehung ist selbst gemacht

In Partnerschaften kommt es immer wieder zu kleinen und großen Reibereien, die unangenehme Gedanken und Stress hervorrufen können. Statt die Konsequenzen daraus zu ziehen, wird eine, vielleicht schon zerbrochene Beziehung aufrechterhalten, um andere Ziele realisieren zu können, aus Bequemlichkeit oder aus der Angst nicht alleine leben zu müssen. Doch auch diese Gedanken basieren auf der Entscheidung den Stress den Konsequenzen vorzuziehen. Daher kann der Partner gar keinen Stress verursachen – Stress entsteht immer in uns selbst.

Das eigene Ego erzeugt Stress

Menschen sind Schnäppchenjäger. Sie gehen den Weg des geringsten Widerstandes und wägen ab, was der mögliche Preis, den man nur schwer einschätzen kann, für eine Veränderung wäre. Diese Abwägung für das eigene, selbstbezogene Wohlbefinden endet in der eigenen Lebensweise, auch wenn diese nicht befriedigend sein mag. Die Angst vor Veränderung, das Verlassen der Komfortzone, kann dabei so stark sein, dass ein unglückliches Leben den eigenen Wünschen vorgezogen wird. Letztendlich entscheidet also das eigene Ego, wie man sein Leben verbringt.

Stress macht krank

Der selbsterzeugte Stress stellt ohne Zweifel ein Gesundheitsrisiko dar. Besonders dann, wenn er anhaltend ist und die Anspannungsphasen nicht durch Ruhephasen unterbrochen werden. Das Stressniveau basiert auf der eigenen, persönlichen Entscheidung. Die eigene Bewertung einer Situation kann für Stress und die Ausschüttung von Stresshormonen sorgen. Diese sind für die Reduzierung der körpereigenen Regenerationsmöglichkeiten, der Abwehrkräfte, verantwortlich, was Krankheiten nach sich ziehen kann. Im Umkehrschluss ist die Aussage also richtig, dass negative Gedanken eine Gefahr für das körperliche Wohlbefinden und das Aufkommen von Krankheiten sind. Hat man diesen Zusammenhang einmal verstanden, besteht die Möglichkeit zu hinterfragen, ob eine Situation oder ein anderer Mensch es wert ist, zu erkranken.

Kampf gegen Stress

Versucht man gegen Stress zu kämpfen müssen enorme Ressourcen aufgewendet werden. Dies führt in den seltensten Fällen zu einem günstigen Ergebnis und Ausgeglichenheit. Denn ein Kampf kann nie zu Ruhe und Entspannung führen. Vielmehr ist eine Entschleunigung angezeigt, die mit Achtsamkeitstraining, Mentaltraining und Ruhephasen erreicht werden kann. Bei diesen Methoden wird kein Gefecht gefochten, sondern man nimmt sich aus der belastenden Umgebung heraus, um sich der ursprünglichen Aufgabe unseres Daseins, dem Leben, wieder zu widmen.

Stresssymptome

Eine Lebensweise mit lang anhaltendem, selbsterzeugtem Stress, wirkt sich negativ auf die Psyche und damit auf dem Körper aus. Die körperlichen Symptome des Stresses sind nichts anderes als Hinweise der Psyche auf Spannungen in ihr. Werden diese Symptome ignoriert oder wird medikamentös gegen sie vorgegangen, kann es zu einer Symptomverschlimmerung oder Symptomverschiebung kommen. Statt die Gesundheit noch weiter zu gefährden kann ein Abbau der Spannung sinnvoll sein.

Folgende Beschwerden können sich bei Stress einstellen:

  • Schlaflosigkeit
  • Einschlaf- oder Durchschlafprobleme
  • Herzbeschwerden
  • Bluthochdruck
  • Allergien
  • Hautkrankheiten
  • Verdauungsprobleme
  • Reizdarm
  • Erschöpfung
  • Depression (Symptome der Depression)
  • Diabetis
  • Herzinfarkt

Was kann man gegen Stress tun?

Durch einen Perspektivwechsel kann man lernen die eigenen Gedanken wieder in die richtige Richtung zu lenken.

Muss man ein gewisses Arbeitspensum absolvieren oder Zielvorgaben erzielen, kann man dies mit einer für den Körper günstigen oder ungünstigen Einstellung erreichen. Geht man mit negativen Emotionen seiner Arbeit nacht, verkrampft die Muskulatur und Stresshormone werden ausgeschüttet. Man beginnt gegen sich selbst zu kämpfen, um den inneren Schweinehund niederzuringen, wohl wissend, dass trotz allem die Arbeit zu erledigen ist. Macht man sich dessen bewusst, dass die Vorgaben, ungeachtet der eigenen Einstellung, zu erreichen sind, kann man diese auch mit einer positiveren Arbeitsauffassung erledigen und somit einem Kampf aus dem Weg gehen. Die Aufgaben selbst machen keinen Stress – es ist sind ausschließlich die eigenen Gedanken. Dies gilt für nahezu jede Lebenssituation.

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Tipps gegen Stress

  • Stressauslöser erkennen und einen Perspektivwechsel vornehmen:
  • „Ist die Arbeit oder der Chef es wert, dass ich erkanke?“
  • „Ändert es etwas an meiner Arbeit, wenn ich mir selbst Stress mache?„
  • Eigene Wünsche artikulieren und umsetzten
  • Erwartungen (es besteht aus dem Verb „warten“) von sich und anderen der Realität anpassen
  • Achtsamkeitstraining nutzen
  • Burnout-Prävention betreiben
  • Entspannungskurse nutzen (Afterwork-Relax)
  • Ungeklärte Themen sofort ansprechen
  • Persönliche Bedürfnisse berücksichtigen und sich Freiräume schaffen
  • Andere Menschen akzeptieren wie sie sind und nicht hoffen, dass sie sich ändern
  • Die Natur bei regelmäßigen, ausgedehnten Spaziergängen oder Radtouren wieder erleben
  • Auf ausreichend gesunde und ausgewogene Ernährung achten (Richtige Ernährung bei Depressionen)
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