Herzkohärenz mit Kohärenztraining

Gefühle, wie Angst, Trauer, Freude, Liebe und Enttäuschung, sind Emotionen, die sich meist in körperlichen Symptomen bemerkbar machen. Dennoch ist das emotionale Zentrum im limbischen System angesiedelt. Das limbische System ist der älteste Teil unseres Gehirns. Es ist eigenständig und es arbeitet unabhängig vom viel jüngeren Teil, dem Neocortex, der für die kognitiven Fähigkeiten (Denken,  Bewusstsein) zuständig ist.

In Situationen von Angst oder von Bedrohung sorgt das limbische System durch die Ausschüttung von Adrenalin dafür, dass die Funktionalität des Neocortex eingeschränkt wird. Daher fällt es oft schwer im Zustand der Angst zu denken. Menschen mit PTBS (posttraumatischen Belastungsstörungen) oder Panikattacken sind unfähig im Moment der gesteigerten Emotion einen klaren Gedanken zu fassen. Sie fühlen sich ausgeliefert und leer. Nach den Attacken ist es ihnen hingegen bewusst, dass diese emotionalen Zustände sinnfrei sind. Dieses bewusste Denken funktioniert wieder, sobald der Neocortex wieder genutzt werden kann.

Wer schon einmal Angst oder sich bedroht gefühlt hatte weiß, dass das limbischen System körperliche Funktionen steuert. Diese sind u.a. der Herzschlag, die Atmung, der Appetit, der Schlaf und der Blutdruck.

Emotionen sorgen also dafür, dass sich auch unser Rhythmus des Herzschlages verändert. Sind wir aufgeregt, so schlägt das Herz chaotisch. Fühlen wir hingegen Liebe und Zuneigung, Glück oder Zufriedenheit, wird der Rhythmus des Herzschlages gleichmäßiger und regelmäßiger, kommt es zur s.g. Herzkohärenz. All diese Änderungen kann man mit einem EKG darstellen.

EKG

EKG

Das Gleichgewicht im System wird vom Sympathikus und dem Parasympathikus erzeugt. Der Sympathikus sorgt mit Neurotransmitter für eine Erhöhung des Blutdruckes, lässt das Herz schneller schlagen. Der Antagonist des Sympathikus ist der Parasympathikus. Er sorgt für eine Beruhigung des Systems. Man kann sich das System wie bei einem Auto vorstellen. Der Sympathikus ist das Gaspedal, der Parasympathikus die Bremse. Sympathikus und Parasympathikus arbeiten Hand in Hand, ergänzen sich, sind also im Gleichgewicht und helfen uns den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung bzw. vice versa zu vollziehen.

Stress, Unzufriedenheit, seelische Überforderung, Angst sind kontraproduktiv zum Zustand des Gleichgewichtes des Herzens. Es entsteht ein Zustand des Chaos. Befinden sich Menschen über einen längeren Zeitraum in diesem chaotischen Zustand, so fordert das Chaos seinen Tribut. Es kommt bei Betroffenen zu chronischen Erschöpfungszuständen, Burnout, Herz- und Kreislaufproblemen, Bluthochdruck und Depressionen. Gegen diese Symptome helfen meist keine Medikamente, da keine organische Ursache vorhanden ist.

Im Zustand der Herzkohärenz hingegen haben negative Gedanken keinen Platz. Der Körper und die Seele sind ausgeglichen. In diesem entspannten Zustand lässt sich besser denken, arbeiten, regenerieren und gesunden.

Kohärenztraining

Das Hineingleiten in den Zustand der Herzkohärenz kann man trainieren. Je öfter man trainiert, desto schneller und kontrollierter kann man den gewünschten Zustand erreichen. Dies gelingt selbst in einer lauten und hektischen Umgebung.

Eine Anleitung zum Kohärenztraining, finden Sie hier.

Kohärenztraining in München

In unserer Praxis bieten wir Abende zum Kohärenztraining in kleinen Gruppen an. Es hat sich gezeigt, dass eine geführte Sitzung , besonders am Anfang, effektiver ist, als selbst durchgeführte. Besonders Menschen, die schwer loslassen können, nervös und unkonzentriert sind, vielleicht schon in einem Burnout stecken oder an einer Depression leiden, sollten zunächst an einem Training teilnehmen.

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Textname: Kohärenztraining / Herzkohärenz
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